Architekten, Historiker und Fotografen kommen gern nach Havanna, für sie ist die Stadt ein spektakuläres Freilichtmuseum. Aber auch Abenteurer, Musikliebhaber, Romantiker, Kunstliebhaber und Wanderer kommen hier auf ihre Kosten. Die folgenden Sehenswürdigkeiten sollten Sie sich nicht entgehen lassen:
Das Symbol von Havanna ist das am Ufer liegende Castillo del Morro, die imposante Burg der Heiligen Drei Könige, dessen Bau - nach den Plänen des italienischen Ingenieurs Bautista Antonelli – um 1590 herum begann. An dieser Stelle hat man den besten Überblick über die Stadt. Inzwischen ist die vollständig restaurierte Festung, die sechzig Meter über den karibischen Meeresspiegel herausragt, das Wahrzeichen der Insel geworden. Wem das noch nicht genug ist, der besucht auch noch das nächste, sogar etwas ältere Fort: Castillo de la Real Fuerza.
Das wichtigste Ereignis in der jüngeren Geschichte der Insel ist die kubanische Revolution, die sich in Ansätzen bereits gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts abzeichnete. Eine Ode an diese umwälzende Entwicklung ist das imposante Museo de la Revolución, wo eine Vielzahl an Dokumenten, Gegenständen und Fotos von (unter anderem) Fidel Castro und Che Guevara Sie im Streit für die Unabhängigkeit mitführen.
El Capitolio Nacional ist das Zentrum von Havanna. Unter der Kuppel befindet sich ein (gefälschter) Diamant, der den Nullpunkt der Stadt angibt: Von hier aus werden alle Entfernungen gemessen. Dieses besonders sehenswerte Gebäude stammt aus dem Jahre 1929 und ist eine “Nachahmung” des Kapitols im amerikanischen Washington - siehe beispielsweise das Kuppeldach. Hier ist das Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt ansässig. Im Innern befindet sich La Republica, die größte Bronzestatue der Welt.
Eindrucksvoll. Eine bessere Beschreibung für den Cementerio Cristóbal Colón gibt es nicht. Der berühmte Friedhof mit seinem prachtvollen römischen Eingangstor und den reich verzierten Grabsteinen wurde 1875 angelegt und ist die letzte Ruhestätte für Millionen Kubaner: von historischen Persönlichkeiten und Militärs bis hin zu Märtyrern der Revolution. Damit gehört dieser Friedhof zu den größten der Welt. Eindrucksvoll ist auch das Wunder von Amalia, “La Milagrosa”, der Mutter, die gemeinsam mit ihrem Baby im Wochenbett starb und hier mit ihrem Kind zu ihren Füßen begraben wurde. Als Totengräber zwei Jahre später das Grab öffneten, um die Gebeine in einen kleineren Sarg umzubetten, entdeckten sie, dass das Babyskelett nicht zu den Füßen, sondern auf der Brust der Mutter lag... Seither ist der Cementerio Cristóbal Colón ein Wallfahrtsort für Frauen, die sich ein Kind wünschen.
In einer so sehenswerten Stadt wie Havanna fällt die Auswahl natürlich schwer, aber wenn Sie schon wählen, dann sollten Sie unbedingt die aus dem Jahre 1748 stammende Kathedrale im Barockstil ansehen, die im alten Stadtkern von Havanna liegt. Es lohnt sich auch, abends einige Stunden auf dem Platz zu verbringen, der sich vor und um diesen magischen Tempel herum erstreckt. Und Sie werden sehen: Märchen gibt es doch!