Strände, Resorts, Wüsten, Abenteuerexkursionen, Kamelrennen… Das Land von Sindbad dem Seefahrer und der weißen Hauptstadt Muscat hat viel zu bieten. Eine kleine Auswahl der Sehenswürdigkeiten stellen wir Ihnen hier schon einmal vor.
Gutes verspricht es nicht gerade, Bayt al-Afreet, was soviel wie Haus des Dämonen bedeutet. Es ist ein Verweis auf die Grotte von Bimmah, die etwa zwei Fahrstunden von Muscat entfernt liegt und in deren Boden sich ein großes Loch von rund 20 x 40 Meter befindet, gefüllt mit Regenwasser und Meerwasser - denn die Grotte hat eine offene Verbindung zum Meer. Das Mysteriöse der Grube ist, dass niemand wirklich weiß, wie tief sie ist, dafür weiß aber jeder, dass ein Dämon in ihr wohnt, der jeden verführen will…
Von Norden Muscats aus führen zwei Straßen in das 350 Kilometer weiter gelegene Fischerdorf Sur. Eine nicht gerade kurze Fahrt, vor allem, wenn Sie die spektakuläre Küstenstraße nehmen. Aber, es ist es wert, denn am Ende der Reise werden Sie von den traumhaften Stränden von Ras al Jinz fürstlich belohnt. In diesem geschützten Naturgebiet kommen nachts grüne Riesenschildkröten an Land, um ihre Eier zu legen. Ein faszinierendes Schauspiel, das Sie unter Begleitung und mit offenem Mund bestaunen dürfen. Ein absolutes Muss!
Oman war ehemals der wichtigste Weihrauchlieferant. Hier verlief dann auch die so genannte Weihrauchstraße, eine Handelsstraße, die sich sogar bis zum Hofe der ägyptischen Königin erstreckte. Die Städte entlang dieser 1500 v. Chr. entstandenen Karawanenstraße entwickelten sich zu wohlhabenden Königreichen. 2005 wurde diese Straße in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Von Muscat aus können Sie dieser Straße folgen und dabei unter anderem auch die Weihrauchbäume von Wadi Dawkah und die jahrhundertealten archäologischen Fundstätten von Shisr Khor Rori/Sumhuram und Al-Baleed besuchen.
Die vielen Forts am Hafen von Muscat erinnern den Besucher daran, dass das Leben in dieser Stadt nicht immer ohne Gefahren war. Die imposanten Bauwerke scheinen wahrlich aus den enormen Felsen emporgewachsen, auf denen sie ruhen. Sie sind die Bastionen von Muscat (wie Al Jalali und Al Mirani) und leider nicht zu besichtigen - weil sie der Nationalarmee als Unterkunft dienen - andere Bastionen im Sultanat sind der Öffentlichkeit (teilweise) zugänglich. Zum Beispiel die vollkommen restaurierte Festungsanlage in Nakhal, die am Fuße des westlichen Hajar-Gebirges liegt und Sie ins 17. Jahrhundert entführt.
Es ist das kostbarste Parfum der Welt und es kommt aus Oman: Amouage. Wer von diesem Duft angetan ist, geht in die Amouage-Parfumfabrik, die direkt außerhalb von Muscat liegt und besichtigt werden kann. Das Programm der Führung besteht aus einer Darlegung der jahrhundertealten arabischen Kunst der Parfumherstellung und einem Besuch der großen Parfumbar.
Der Al Alam Palast ist die zeremonielle Residenz des Sultans Qaboes. Der in Gold und blau gehaltene Palast stammt aus 1972. Auch wenn der Zutritt strengstens verboten ist, die Besichtigung der Außenmauern macht das leicht wett. Schlichtweg atemberaubend! Vergessen Sie dabei nicht, auch einen Blick auf Al Mirani und Al Jalali zu werfen, die beiden portugiesischen Forts aus dem 16. Jahrhundert auf den Hügeln, die den Palast flankieren.
Die Moscheen in Oman sind für Nicht-Muslime im Allgemeinen nicht zugänglich. Einzige Ausnahme ist - in den Morgenstunden - die Grand Mosque von Muscat: nicht nur die größte Moschee des Landes sondern auch eine der schönsten der Welt! Pflichtübung! Beachten Sie jedoch die Kleidungvorschriften für Frauen: eine lange Hose oder einen langen Rock (beide bis über die Knöchel), bedeckte Arme und ein Kopftuch.
Das Omani Museum beherbergt eine eindrucksvolle Sammlung, die eine Geschichte von 5 000 Jahren erzählt. Hier erfährt der Besucher alles über die Entstehungsgeschichte von Oman, den Islam, Architektur, Kultur, Schiffbau, Minerale, Landbau und die Bedeutung der jahrhundertealten Forts des Sultanats.