Die viktorianischen Häuser in der Stadt verleihen Puerto Plata eine gemütliche Ausstrahlung. Es ist also mehr als verständlich, wenn Sie sich auf einen ausgedehnten Stadtspaziergang freuen. Doch Puerto Plata hat noch viel mehr zu bieten und bürgt für einen unvergesslichen Urlaub. An dieser Stelle schon einmal einige Beispiele.
Ein einzigartiges Erlebnis ist ein Ausflug zur Laguna Grí-Grí an der Nordküste. Das türkisblaue Wasser dieser Lagune wird von unzähligen, teilweise im Wasser stehenden, Mangroven mit bizarren Silhouetten gesäumt. Hier finden Sie ebenfalls eine Karstgrotte, ein Korallenriff und eine Fledermausgrotte mit steinalten Stalagmiten und Stalaktiten.
Westlich von Puerto Plata liegt der mit Mandelbäumen bepflanzte Costambar-Strand. Dieser touristisch hervorragend erschlossene Ort bietet mit vielen Golf- und Tennisplätzen sowie einer Reihe von Schwimmbädern eine Menge Urlaubsspaß. Außerdem kann man hier ausgezeichnet tauchen und surfen.
Ganz in der Nähe des Costambar-Strandes liegt La Isabella; hier ließ Columbus die erste ständig bewohnte Siedlung in der Neuen Welt errichten. Einige Überreste wurden mittlerweile restauriert, darunter die Kirche, in der die erste Heilige Messe auf dem amerikanischen Kontinent gelesen wurde.
Etwas weiter westlich liegt das Städtchen Monte Cristi, wo die Sonne 365 Tage im Jahr scheint. Der Meeresboden beherbergt einen ganz besonderen Friedhof: 180 Galeonen fanden hier ihre letzte Ruhestätte.
Die Nordküste der Dominikanischen Republik ist auch als „Bernsteinküste“ bekannt und verdankt ihren Namen den großen Bernsteinvorkommen. Kaum verwunderlich also, dass sich in Puerto Plata auch ein Bernsteinmuseum befindet; Schmuckfreunde erwartet dort eine exklusive Sammlung dieses fossilen Harzes und viel Wissenswertes über das „Gold des Meeres“.
Calle Duarte 61, Puerto Plata
Playa Rincón (östlich von Puerto Plata) ist eine Bucht, die der Bezeichnung „paradiesisch“ in jeder Hinsicht gerecht wird; dieser postkartenreife Traumstrand zählt zu den zehn schönsten Stränden der Welt. Bitte beachten Sie, dass Playa Rincón nur mit einem geländegängigen Fahrzeug erreicht werden kann, da die zwischen Tausenden von Palmen verlaufende Zufahrtsstraße nicht asphaltiert ist.
Beim Anblick der nördlich gelegenen Halbinsel Samaná (und des gleichnamigen Ortes) wird Ihnen sofort klar, dass sie wirklich existieren: die wunderbaren Strände aus den Urlaubskatalogen. Was also gibt es Schöneres, als hier einen Tag zu verbringen? Auch sehr beeindruckend: Von Samaná aus können Sie während der ersten drei Monate des Jahres auf eine spektakuläre Walsafari gehen.
Es sind nicht nur die herrlichen Traumstrände, die Samaná zu etwas ganz Besonderem machen. Hier sehen Sie auch die beeindruckenden Mogoten, freistehende Steinklumpen, die sich mitunter bis zu 200 Meter in die Höhe erheben. Entstanden sind sie aus einem großen Karstplateau, das im Laufe vieler Millionen Jahre völlig abgetragen wurde - nur die Mogoten sind geblieben. Durch dieses skurrile Spiel der Natur erhielten sie ihre bizarre Form: ziemlich steile Hänge, an der Oberseite flach und stark bewachsen.
Ein weiterer Tipp ist ein Ausflug zur riesigen Christusstatue auf dem Berg Monte Isabel de Torres. Die etwa 800 Meter brauchen Sie nicht zu erklettern, eine Seilbahn bringt Sie zum Gipfel. Es fahren sogar Taxis dorthin. Doch auch wenn Sie ganz ohne Anstrengung oben angekommen sind, wird Ihnen der Atem stocken - der Blick über den Atlantik ist phänomenal! Wenn Sie möchten, können Sie oben auf dem Berg auch große botanische Gärten besuchen.
Um ein wenig Inselgeschichte zu schnuppern, gehen Sie am besten zum Fort San Felipe. Diese Festung wurde Ende des 17. Jahrhunderts von den Spaniern gebaut; die fast zweieinhalb Meter dicken Mauern boten ihnen sicheren Schutz vor den Angriffen französischer oder englischer Seeräuber. Später diente die Festung als Gefängnis für vorwiegend politische Dissidenten.